Da hat man doch keine echte Auswahl

Google dominiert den Online-Suchmarkt und möchte sich dennoch seiner Nutzer versichern. Aber so richtig in Fahrt kommt die Umfrage nicht:

Google Umfrage erwartet eigentlich nur unzufriedene Nutzer

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iOS4

Für iPhones und iPod Touch gibt es nun ja das neue Betriebssystem („iOS“) in Version 4. Das Aktualisieren selbst hat ein bisschen gedauert (gut eine Stunde), was nur deshalb stört, weil der Fortschrittsbalken seinen Namen keine Ehre machte: Er stand genauso lange (lange!) auf 100% wie er zum Erreichen dieses eigentlichen Endwerts benötigt hat. Aber das kennt man ja von vielen dieser Anzeigen.

Vorab: Endlich merkt sich der iPod beide meiner „unsichtbaren“ WPA2-geschützten WLANs und bucht sich selbständig in das stärkste ein (eines wird von einer Fritz!Box aufgebaut, das andere von einem AirPort Express Basisstation; ersteres hatte der iPod immer ignoriert).

Viele der weiteren Verbesserungen sind ganz nett, aber richtig wichtig ist für meine Nutzung keine davon. Das neue Multitasking ist eine gute Einrichtung für Dienste, die von Drittanbietern bereitgestellt werden sollen (von Apple ging das Musikhören via iTunes und das Laden von Anwendungen via AppStore schon länger). Leider ist die NDR.app noch nicht auf die neue Programmierschnittstelle ausgerichtet, so dass diese für mich einzig interessante Option noch nicht funktioniert.

Aber dennoch ist jede einmal gestartete Anwendung weiterhin „im Hintergrund geöffnet”; man kann beim Verlassen eines Programms dieses nicht gleich beenden. Schade, denn so ist das schnelle Wechseln zwischen Programmen nicht möglich, weil man zwischen den vielen Symbolen in der „Taskleiste“ erstmal nach dem Richtigen herumsuchen muss. Ausserdem möchte ich gar keine „Fußspuren“ der von mir benutzten Anwendungen auf dem Gerät hinterlassen.

Der viele Komfort scheint auch Ressourcen zu fressen, was Apple mit ihrer Implementation ja vollmundig zu vermeiden gemeint hat: Mail.app ist dank globalem Postfach und der Sortierung nach Themen (Überschriften) langsam beim Durchblättern und langsam beim Anzeigen von Nachrichten und Löschen einzelner und erst recht bei mehreren Nachrichten. Nach dem Deaktivieren von einigen Mailkonten scheint es besser zu gehen.

Besonders ärgerlich aber ist, dass heute trotz nur kurzer Nutzung die Batterie wesentlich früher auf 20% runter war als jemals vorher. Sicherlich eine Fehlbedienung… ich weiß. Nur welche? Ich tippe auf das regelmäßige Abholen von Post in Mail.app, das ja im Multitasking-Modus trotz „Auto Lock“ immer weiter läuft.

Für den Einkauf im AppStore/BookStore muss man neue AGB akzeptieren, die jedoch auf dem kleinen Display kaum durchlesbar sind (vielleicht sollte man sie als eBook im Store anbieten?) und sich auf sage und schreibe 107 Seiten auszubreiten drohen! Wer liest das vor dem Klick auf „Akzeptieren“?

Einmal akzeptiert kann man sich auch iBook.app laden, das den inzwischen wohl meistverkauften, englischen Buchtitel „Winnie the Pooh“ mitzuführen versucht: siehe Fehlermeldung unten. Beim einem späteren Versuch, das Buch zu öffnen, ging es dann.

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Zurückgegeben

Schade, hätte ja auch besser passen können: Das schöne Utensil ist leider nicht nach Standards gebaut und wackelt in vielen USB-Buchsen hin und her: So will sich nicht immer ein Volume sicher mounten lassen. Zum Vergleich habe ich mal ein USB-Stecker daneben gelegt.

Der Hersteller hat Austauschen vorgeschlagen – aber das ist m.E. ein Konstruktionsfehler. Cyberport hat den anstandslos zurückgenommen.

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Schinderei-Erfolg

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Multitouch

Kurz ein Kommentar zu all den tollen neuen Eingabemöglichkeiten, die ein sogenannter Multitouch-Bildschirm am Laptop, Handy oder Medienplayer (wie z.B. dem iPod) bringen soll.

Tatsächlich ist auf dem iPod Touch (oder dem iPhone selbstredent) die Welt ziemlich in Ordnung: alles bedient sich flüssig und intuitiv. Und dass, wo die c’t zuletzt noch darauf hingewiesen hat, dass die ersten Geräte dieser Art von Apple vor drei Jahren vorgestellt wurden und sich dieser Hersteller nun eigentlich anstrengen müsste, mitzuhalten.

Hmm…

Wenn ich mit anderen System so „herumspiele“ fällt mir folgendes auf:

  • Es wird nicht sofort ein Berühren erkannt. Man muss ein zweites Mal ansetzen. Schläft da jemand?
  • Ein Finger wird in seiner Bewegung verloren. Man muss die Bewegung erneut ziehen.
  • Ein Finger wird am Bildschirmrand an falscher Position gewähnt.
  • Ruhende Finger werden nicht sauber erkannt, die Anzeige „zittert“ quasi.
  • Die Grafik kommt mit der Bewegung nicht mit. Man „zieht in’s Leere“ sozusagen.
  • Wenn sich zwei Finger auf dem Schirm (fast) berühren, werden sie in der Folge falsch interpretiert.

Und natürlich sind die Benutzeroberflächen nicht in jedem Fall für die Bedienung durch (zittrige Wurst-)Finger geeignet: Oft sind die Schaltflächen zu klein oder zu weit am Rand positioniert; bei einigen mobilen Geräten ist halt kein Platz auf dem Schirm für eine vollständige virtuelle Tastatur, die 1:1 einer physischen nachgebildet ist.

Ich bin mit meiner fünf Jahre alten Anschaffung, einem Tablet-PC von „MotionComputing“ mit elektrostatischem, drucksensitiven Eingabestift (Wacom Technologie) noch immer unter Windows XP (Tablet-PC Edition) genauso zufrieden wie mit dem iPod Touch (3G). Beide Systeme arbeiten präzise und sind intuitiv bedienbar, das eine mit Stift verhält sich auch wie ein Stift (die auf dem Monitor aufliegende Handfläche stört die Bedienung in keinster Weise) und man trifft damit auch die kleinen Windows-Fensterknöpfe; das andere mit spezieller Bedienoberfläche, durchgängiger Nutzungsmetapher und schneller Reaktion für eine flüssige Bedienung.

Wenn ich da so manches neu vorgestellte Gerät sehe, bin ich erschrocken, wie selbst Geübte damit nur schlecht zurecht kommen und wie wenig „snappy“ die Dinger auf Eingabeversuche reagieren. Allenfalls Android 2.1 scheint dort etwas prompter zu sein, wenn auch die eingesetzte Hardware Einfluss auf die Ergebnisse hat, wie man an dem Test im Video unten sehen kann (beide Android Telefone).

Wen es interessiert, hier sind einige Videos und Links zum Thema:

Moto Labs

Engadget mit einem Bericht über die nicht vorhandenen Multitouch-Qualitäten von Android und hier ein Beitrag mit Video über die Touchscreen-Qualitäten verschiedener aktueller Handymodelle.

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Wörterbuch

Früher, also zu meiner Schulzeit, waren die Duden und Langenscheidt und oft auch Material von den Schulbuchverlagen maßgebend beim Nachschlagen von unklaren Worten, Begriffen oder nur deren Schreibweise.

Heute nutzen wir alltäglich LEO (ein Akronym aus dem frühen Internet: „Link Everything Online“) für diese Zwecke. Doch nicht alles wird hier geführt; bewährt hat sich auch DICT.CC: Dieses “Gemeinschaftsprojekt” ergänzt zumindest im Englischen den “Klassiker” LEO ganz gut.

Beispiel: „pommel horse“ (Seitpferd, ein Sportgerät)

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Ach je

Jetzt habe ich glatt vergessen, den Geburtstag dieses für die Menschheit so wichtigen, weil medienkritischen, kulturoptimistischen, photophilen, computerevolutionären, verbraucherfreundlichen, verfahrenserklärenden, herstellerentlarvenden, ja, umfassend gutmeinenden BLOG zu feiern. Hiermit mache ich mein Versäumnis wieder gut und teile den dritten Jahrestag der Entstehung (Mike, nochmals danke für die Idee) mit.

PS: Damit der Witz auch jedem auffällt: Betrachte das Bild…. schaue genau hin… zeige mir die tiefere Weisheit… ;-()

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DNS und die Folgen

Dass Google jetzt auch einen eigenen DNS-Server anbietet ist ja unter Umständen nicht so vorteilhaft, wie dessen leicht zu erinnernde Adresse glauben machen könnte. Aber wie wichtig ein funktionierender DNS-Dienst ist, erlebt jeder täglich auf seinem Weg durch’s Internet.

Ärgerlich ist es aber, wenn vermeintliche Hilfsangebote z.B. der Telekom bei nicht auflösbaren IP-Adressen einen eigenen Inhalt präsentieren. Klar, dadurch wird bei einem Webbrowser nicht Leere, sondern eventuell eine erhellende Liste von ähnlichen Treffern gezeigt. Aber bedeutet das für andere Programme, z.B. iTunes? Die werden in die Irre geleitet:

Statt des Titels des Podcasts (z.B. „SWR2 Aula“) wird der Schrott „T-Online Navigationshilfe“ angezeigt (vermutlich ein Parsing-Error von iTunes). Dennoch:

Das passiert, wenn sich Hilfsbereitschaft als Fehl-am-Platz herausstellt. Irgendwie komme ich mir vor wie die Oma, die gar nicht über die Straße rüberwollte, aber vom netten Jungen Mann etwas zu forsch unter’m Arm gepackt wurde.

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Bundestrojaner sind dann wohl unnötig…

Google, ein US-amerikanisches Unternehmen, bietet unter den markanten IP-Nummern (Version 4) 8.8.8.8 und 8.8.4.4 einen öffentlichen DNS-Service an, der unabhängig vom eigenen Internet-Provider funktioniert. Gut zu wissen und in einigen Fällen vielleicht auch eine ganz praktische Hilfe – ABER:

Wo stehen die DNS-Server von Google und wer administriert sie? Wer kann Einblick in die Zugriffsprotokolle (Logs) nehmen? NSA?

Wenn ich wirklich (wie dort empfohlen) direkt mein Betriebssystem so einstelle, dass immer diese Server verwendet werden, ist ja praktisch bei jedem ersten Zugriff auf einen Dienst (neben Web eben auch Mail, Feed oder Stream) eine Notiz bei „denen“ hinterlegt! Damit verhilft man doch nur der Horrorvision einer Datenkrake zur Realität!

Kann nur davon abraten, das zu nutzen!

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“Unreverse Save”

Heute konnte ich jemanden glücklich machen, indem ich die Bilder von einer vermeintlich überformatierten Speicherkarte einer Digitalkamera restauriert habe. Eigentlich habe ich diesem Problem nie besondere Bedeutung beigemessen, weil die Speicherkarten mir eher kaputt gehen, als versehentlich gelöscht zu werden. Hier kam erschwerend hinzu, dass dieser „jemand“ eine Kamera eines Dritten fehlbedient hatte und beide den angeblich über einige Minuten dauernden Löschvorgang nicht stoppen konnten (auf die Idee, den Akku herauszunehmen, sind sie nicht gekommen – und vielleicht hätte das die Karte auch wirklich zerstört). Mein Erfolg war umso unerwarteter, da ein vorher konsultierter Fotohändler keine Bilder wiederherstellen konnte.

Durch einen Artikel in der c’t war ich auf das kostenlose Werkzeug „Recuva“ aufmerksam geworden, das ich erfolgreich unter VMware laufen lassen konnte. Tipp: Im „Wisard“ gleich den „Deep Scan“ für „Other file formats“ (entsprechend aller bekannten Formate) aktivieren. Übrigens bietet das Programm auch an, auf anderen Medien ein „undelete“ durchuuführen; für den einen oder anderen ist das vielleicht interessant?

Für die Prüfung einer 2GB SD-Karte benötigte mein Setup gut eine Viertelstunde; für eine 8GB CF-Karte etwas über zwanzig Minuten. Das Zurückspielen der Dateien etwa ebenso lange. Nachteil: Dateinamen und Änderungsdaten werden zwar teilweise korrekt in der Fundliste angezeigt, aber beim „Restore“ nicht zurückgeschrieben. Also habe ich mir auch noch das in Perl geschriebene EXIFTools für Mac installiert und mit dem Befehl

exiftool “-DateTimeOriginal>FileModifyDate” [PATH]

via Terminal die Änderungsdaten auf das Aufnahmedatum gesetzt. Funktioniert natürlich für JPEG u.a., aber nicht für Filmdateien (QuickTime Movie-Container „.mov“ in diesem Fall).

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