Canon IXUS 950 IS erster Kurztest

Einen richtigen Testbericht kann ich (noch) nicht schrieben, aber von meiner prinzipiellen Begeisterung möchte ich kurz berichten:

Canon IXUS 950IS

Bildstabilisator und ISO-Shift wirken sich positiv auf das Aufnahmeverhalten in lichtschwachen Situationen aus: Da die meisten mit so einer Kamera geschossenen Bilder wohl Menschen als Motiv haben werden und sich Menschen oft in Gebäuden aufhalten, ist das ein echter Vorteil. Allerdings rauschen die Bilder, was aber weniger als bei anderen Kameras zu stören scheint. Mit den Möglichkeiten und der Bildqualität einer DSLR (digitalen Spiegelreflexkamera) in solchen Aufnahmesituationen kann sie aber nicht mithalten, obwohl der Blitz gute Ergebnisse bringt. Alles in allem sind mir einige Bilder doch verwackelt.

Bei Tageslicht rauscht das Bild zwar weniger, aber selbst bei ISO 80 war der blaue Himmel unruhig und die Details deutlich überschärft. Für normale Abzüge sicher nicht störend, aber wieder ein echter Klassenunterschied zur DSLR. Auch kann sie nicht in punkto Schnelligkeit bei Bildfolge und Auslöseverzögerung mithalten. Hingegen ist die Gesichtserkennung, die den Autofokus auf das größte oder mehrere in etwa gleich große Gesichter einstellt, wirklich gut (sofern die Personen in die Kamera schauen) und verfolgt diese selbst im Vorschau-LCD beim Schwenken der Kamera; werden keine Gesichter erkannt, dann eben eine anderes markantes Objekt:

Canon IXUS Gesichtserkennung Face Detection

Weiterhin begeistert mich die Geschwindigkeit der Kamera beim Blättern durch die Aufnahmen, von denen immerhin fast 1800 auf eine 4GB SD-Card passen würden. Ich habe bei voller, 8 Megapixel Auflösung und „superfeiner“ Qualität etwa 1100 als voraussichtliches Maximum (s. Bild oben). Bilder können entsprechend der Kamerahaltung automatisch rotiert und somit beim Ansehen auf der Kamera aufrecht gezeigt werden. Zumindest Adobe Lightroom hat den Flag aber beim Import ignoriert (Ursachen und Ausweg müsste ich noch weiter testen). Die Wiedergabe durch die Kamera selber kann vielfältig erfolgen, als Slideshow, mit Effekten, beschränkt auf einen Datumsbereich oder Bildordner. Auch sind die Bilder als Ordnungshilfe Kategorien zuzuordnen. Und auch Filme können bei passabler Lautstärke abgespielt und sogar in der Kamera geschnitten werden. Da verwundert es gar nicht mehr, dass sogar Rote-Augen-Effekte aus Blitzaufnahmen herausretuschiert werden können. Bei all diesen Aktionen gibt es keine störenden Verzögerungen mehr, auch nicht beim Zoomen.

Canon-üblich ist die Kamera perfekt bedienbar. Den Einschalter findet man auf Anhieb (lange gedrückt halten!) und am Wahlrad stellt man die Aufgabe ein: Knipsen (Vollautomat), Programm (Vorgaben für typische Szenen wie Portrait, Nachtaufnahme u.v.a.m.), Photografieren (manuelle Einstellungen), Filmen (nach Vorgaben) und Wiedergabe. Da das Rädchen mit dem Daumen der rechten Hand bedient werden muss, ist eine Einhandbedienung schwierig, wenn man öfters zwischen Wiedergabe- und Aufnahmemodus wechseln möchte (die letzte Aufnahme wird natürlich im LCD eingeblendet).

Das LCD ist auf jeden Fall tageslichttauglich und ausreichend gross, obwohl noch ein rein optischer Sucher zusätzlich Platz findet (den ich bis jetzt noch gar nicht verwendet habe). Der optische Zoom ist vierfach und geht großzügig von gutem Weitwinkel bis Tele. Von der Verwendung des Digitalzooms kann ich nur abraten (es sei denn, man verfügt über keinen Computer zur Nachbearbeitung und eigenständigen Ausschnittsvergrößerung): die Qualität ist mies und man verwackelt sehr leicht. Trotzdem ganz praktisch: Die „Druckertaste“ lässt sich mit einer Lieblingsfunktion belegen; ich habe den „Telekonverter“ gewählt, so dass ich trotz generell abgeschaltetem Digitalzoom ihn manuell bis zum Faktor 2 zuschalten kann (sonst geht er bis 16fach).

Zurück zur Bedienung: Es gibt die obligatorische Menü-Taste, die aber einige Parameter nicht zugänglich macht. Die Bildauflösung z.B. stellt man ein, indem man die „OK“-Taste (bei Canon heißt sie „FNC SET“ und befindet sich in der Mitte des Wahlrings) drückt; leider brauche ich bei jeder Canon Kompaktkamera erneut ein paar Minuten, bis ich mich daran erinnere, wenn ich nicht sogar in’s Handbuch schauen muss). In diesem Fall hätte ich mich gefreut, wenn das ohnehin schon in mehrere „Reiter“ aufgeteilte Menü noch um diese zentralen Einstellungen ergänzt worden wäre. Aber wenn man erstmal die Bedienungsmöglichkeiten kennengelernt hat, sind sie durchweg einheitlich und nach kurzer Zeit intuitiv zu nutzen.

Ach ja: Eine Macrofunktion hat das Kleinod auch und Videos können mit TV-Auflösung bei 30 Bildern in der Sekunde aufgenommen werden, wobei die Schärfe und Belichtung mitlaufen, aber der Zoom rein digital ist (also besser nicht zoomen). Die Auflösung ist mit 3264 mal 2448 Pixeln enorm hoch und übertrifft die Fähigkeiten der Optik: man kann also gerne runterregeln, denn für die üblichen Abzüge genügt eine 3 Megapixel Kamera. Dass der dreifache Linsentubus mit malendem Geräusch arbeitet, war zu erwarten; hoffen wir darauf, dass er ähnlich ausdauernd wie bei den früheren Modellen lange Jahre hindurch funktioniert. Denn dass die Kamera ansonsten lange auch höheren Ansprüchen an eine „Knipstüte“ gerecht werden wird, bin ich sicher.

Zum Abschluß hier noch ein letztes, unbearbeitetes Beispielbild (ohne Blitz bei Deckenlicht aufgenommen), das man sich in voller Auflösung runterladen kann (>3MB!):

Canon IXUS 950IS Beispielsbild

Panne24 (Update)

Powered by Otto„Digitalkameras zum Einkaufspreis“ lockte mich Discount24, eine Marke des Otto-Konzerns. Immerhin wurde eine Kamera gut hundert Euro unter Listenpreis und immer noch gut 30 Euro unter dem günstigsten Angebot eines anderen Shops offeriert. Zwar hatte ich schon einmal Probleme mit einer Bestellung bei diesem Versender gehabt, aber ich rechnete nicht mit einer erneuten Blamage: Damals war die Sendung „nicht auffindbar“ und ich wurde gebeten, das Gewünschte ein zweites Mal zu bestellen, was dann bei langer Lieferzeit klappte.

Diesmal schien es besser zu klappen, denn mit Ablauf der mit einer Woche angegebenen Lieferfrist erhielt ich per Email diese Meldung:

Ihre Bestellung wurde bearbeitet und an unser Logistikzentrum übergeben.

Das ließ mich weiter hoffen, erfolgreich ein Schnäppchen gemacht zu haben. Doch heute erhielt ich dann (immerhin unaufgefordert) diese Info:

…auf Grund einer internen Lagerumstrukturierung kommt es leider bei Ihrer Bestellung zu einer Lieferverzögerung. Dies bedauern wir sehr.
Wir sind bemüht Ihren Auftrag schnellstmöglich zum Versand zu bringen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von discount24
Kundenmanagement.

Hier nochmal zur Erinnerung, die vollmundige Werbung:

vollmundige Werbung

Weitere Verbaldesaster aus gleichem Hause, ebenfalls zum Abschrecken: „Sale-Schocker“, „Best-of der Woche“, „Alles Marke, alles da“ (meinen sie damit etwa „Lieferbarkeit“??), „Hot-Summer-Sale“, „…zum Wahnsinnspreis“, „deutschlandweiter Tiefstpreis“ u.s.w. Sollte man sich da nicht verhöhnt vorkommen? 

Noch peinlicher als diese Werbung wäre, wenn sie die Kamera schlußendlich wirklich nicht zum auftragsbestätigten Preis liefern könnten.

Update: Heute, einen halben Monat nach der Bestellung und zahlreichen Anrufen bei der Hotline (meist wird man nach einigen Minuten wieder rausgeschmissen und hat vergeblich die 01805-599299 gewählt), konnte man mir nun endlich eine Zustellung avisieren. Zwischenzeitlich war die Sendung „verschollen“, erst in die falsche Hermes-Niederlassung irre- und dann an die hoffentlich richtige weitergeleitet worden. Ob ich heute meinen Discount24 Erfahrungsbericht werde abschließen können?

Gegenfrage: Ob ich nochmal dort bestellen werde? Versuch einer Antwort: Da muss der Discount schon ordentlich groß ausfallen.

Update 2: Sie ist nun wirklich angekommen.

Gebrauchte Software

Ein Gebrauchtwagen ist kein Neuwagen. Das einzig „neue“ sind Defekte, die der Hersteller nicht konstruiert und ausgeliefert hat. Doch darüber wird sich niemand freuen.

Aber was ist der Nachteil bei gebrauchter Software? Also bei Lizenzen, die schon einmal jemand anderem gehört haben und der sie (aus welchem Grund auch immer) verkauft und mitsamt Originalsoftware (Datenträger, Handbuch) ausliefert? Vermutlich gibt es gar keinen Nachteil, wenn der Hersteller der Software das Umschreiben der Registrierung erlaubt (und ein betriebsinternes Verfahren dafür aufrecht erhält) und man von einem seriösem Anbieter kauft, der einem die jeweiligen Schritte erläutert.

Angefangen hat alles damit, dass ich Adobe Photoshop CS3 doch recht teuer empfand, es aber Händler gab, die die CS2-Version verkauften und auf das bis zu einem Stichtag kostengünstige (kostenlose?) Update hinwiesen. Das sollte 20% günstiger sein. Ein Check bei Ebay brachte mich dann auf einen Händler mit vielen guten Bewertungen, der offensichtlich Uraltlizenzen inklusive der nötigen Updates zu einem sehr guten Preis verkauft.

Ich habe es mal probiert und Adobe Photoshop direkt bei diesem Händler erworben; und das habe ich bekommen:

Photoshops

Bis auf die alte Software (Version 2.5 auf Disketten) sind alles eingeschweißte Produktkartons gewesen und die Serialnummern ließen sich einfach zur Aktivierung nutzen. Voilà. Und jetzt kann die Lizenzübertragung mit beigelegtem Formular gern noch ein bißchen dauern.

Zugriff auf Windows Sonderzeichen

Mit VMware Fusion, Parallels und BootCamp hat Windows Einzug auf Macintosh-Computern gehalten. Eigentlich läuft es rund, aber an manchen Kleinigkeiten kann man sich schon die Zähne ausbeißen, z.B. wenn man keine echte Windows-Tastatur vor sich at und „Sonderzeichen“ wie @, €, | oder \ sucht.

Zum einen könnte einem die Windows Bildschirmtastatur helfen, die sich im Startmenü -> Alle Programme -> Zubehör -> Eingabehilfen findet. Damit kann man sich mindestens mal die Tastenbelegung anzeigen lassen und könnte ein einmal gewünschtes Zeichen einmalig tippen und oder über die Zwischenablage in die Anwendung kopieren.

Aber es gibt noch einen Trick, der schon seit Urzeiten der PC-Technik funktioniert: Bei anhaltend gedrückter ALT-Taste kann man durch zügige Eingabe des dreistelligen, dezimalen ASCII-Codes auf dem Zehnerfeld das gewünschte Zeichen erzeugen. Also z.B. ALT-092 für den Backslash oder ALT-064 für den Klammeraffen.

Bei einem Laptop ohne physisches Zehnerfeld sind die Zifferntasten meist über eine weitere Funktionstaste („Fn“) und bestimmten Tasten im Hauptfeld zu erreichen. Man muss dann also Fn-ALT zusammen gedrückt halten.

 Wer aber weiß, dass @ mit ALTGR-Q und € mit ALTGR-E zu erreichen ist, kann (zumindest unter VMware) auch gleich CTRL-ALT-Q bzw. -E tippen, denn CTRL zusammen mit ALT wird als ALTGR-Taste erkannt, die auf MacBooks & Co. nicht vorhanden ist (bei großen Tastaturen wird die ALT rechts neben der Leertaste als ALTGR verwendet).

Ein Nachruf

Das Zeichenprogramm Canvas hat mich seit vielen Jahren begleitet, doch nun scheinen sich unsere Wege zu trennen (wir erinnern uns an RagTime, Hermstedt, …): Gestern hat mir der Herstellersupport mitgeteilt, dass die aktuelle Version in absehbarer Zeit nicht für Intel-basierte Macs herauskommen wird und dass sie den reproduzierbaren Absturz beim Aufruf einer wichtigen Funktion nicht abstellen können. Somit werde ich die Version Canvas X (von 2006) also nicht kaufen.

Zur Historie: Unter Windows habe ich noch immer die relativ stabile leistungsfähige Version Canvas 9 lizensiert. Damit lassen sich auch auf alten Pentium-Systemen große Dokumente bestehend aus Bildern (Fotos), Zeichenobjekten, Schriften und Effekten erstellen. Ich habe das oft zur Erstellung von Web-Grafiken, von Einladungs- oder aufwendig gestalteten Geburtstagskarten genutzt.

Bekannt war mir die Software seit etwa 1990, als ich die Version 2.1 aus dem Englischen in’s Deutsche übersetzt habe (ein Auftrag von Fritz Borgstedt, Apple Center Systematics GmbH, Ifflandstraße). Bin heute extra in den Keller gestiegen und habe nochmal den Karton für dieses Foto hervorgekramt:

Canvas 2.1 Handbuchsatz

Eine Träne habe ich allerdings nicht verdrückt.

Reale Welt, virtuelle Welt?

Dieser Artikel lautete ursprünglich:

Unmögliches schien bisher nur virtuell möglich zu sein. Sei es in Computerspielen (Adventures, Ego-Shooter) oder computeranimierten Spielfilmen (Matrix und dergleichen). Nun aber ist das Unvorstellbare in der Wirklichkeit angekommen: Wo auf der Welt schafft man es, aus einer Bank 282 Millionen Dollar zu holen? Wer hätte das gedacht, in Bagdad. Zu Dritt. Was machen die damit? Waffen kaufen? Söldner anwerben? Geiseln auslösen? Oder doch nur die eigene Ausreise aus dem Horror und Einreise in ein Schlaraffenland finanzieren?

Nun mal ehrlich: Was machen 282 Millionen Dollar in einer Bank in Bagdad? Wer hat das Bargeld dorthin gebracht? Wem gehört(e) es und was wollten die Eigentümer damit anfangen? Könnte man doch mal ’ne Viertelstunde drüber nachdenken.

Oder es ist alles nur eine Falschmeldung. Eine nicht wirkliche, mithin eine „virtuelle“ Meldung. Man weiß es nicht.

Danke, Mike, doch nur eine Falschmeldung.

MicroSprech

Ein Fundstück: Endlich habe ich eine Übersicht gefunden, was die von Microsoft verwendeten Begrifflichkeiten wirklich, also ini englischen Original, bedeuten. Immerhin hat die Liste ca. 12.000 Einträge in 60 Sprachen… Zwar enthält sie ganz lustige Wörter wie „Purble Pairs“=“Doppelmoppel“, aber der große Wurf ist das nicht: Begriffe wie „remote“, „public key“, „peer-to-peer“. „drop-down“ u.s.w. sind eben nicht (oder zum Glück nicht?) übersetzt und Eigentümlichkeiten wie „recovery fork point“ bleiben auch im Deutschen mit „Wiederherstellungs-Verzweigungspunkt“ unklar. „Freispeichersammlung“ für „garbage collector“ ist nur ein Beispiel dafür, wie die Ausbildung zum MSCE einen gestandenen Informatiker zum Weinen bringen kann.

Freie Fahrt für …

Ein Weltwunder, knapp hinter Kernfusion und Beamen, wude damals angekündigt. Auch wurde von einem Antigravitationsantrieb gesprochen, äh, geträumt und alle dicken Brieftaschen von Wall Street bis Silicon Valley haben sich an der Firma bereitwillig beteiligt. Herausgekommen war dann aber „nur“ ein selbstauspendelnder Elektro-Cityroller, auch in einer SUV Variante (links):

Segway

Ich wollte das mit Detlef schon damals in Hamburg „in Distribution nehmen“ und in Mönckeberg- oder Spitalerstraße einen Laden anmieten. Aber leider leben wir in Bürokratenland und Vorschriftenburg bei den Regelungen (ich sage nicht Schilda). Aber nun erlaubt Hamburg das Teil auf seinen Gehwegen (Heise Meldung).

Leider habe ich keinen Führerschein („Mofa-Prüfbescheinigung“).

Crashtest Handygebühren

Dass man sich ein bisschen anstrengen muss, um an günstige und gute Produkte zu kommen, das ist ja nicht neu; Einfach in den Laden rennen, vielleicht noch dem Verkäufer glauben und sofort zuschlagen: das wird teuer. Selbst bei ausgiebiger Recherche vor dem Kauf hängt ein guter Preis noch immer am richtigen Zeitpunkt. Wer also etwas braucht, muss warten können und stets auf der Lauer liegen.

Seit langem liege ich schon auf der Lauer nach einem günstigen Handytarif. Ich bin schon lange bei Vodafone und habe in den fast fünfzehn (15!) Jahren kaum den Tarif gewechselt und schon gar nicht die Handnummer. Immerhin hat 4DSL von 1&1 eine SIM-Karte im Paket, die auch im mir als gut bekannten Vodafone-Netz arbeitet; die Telekom bietet ebenfalls ein Bundle aus Internet- und Telefon-Anschluss gekoppelt mit dem Handyvertrag (aber günstig nur mit „Habe-alles-von-der-Telekom“-Bonus) und es gibt bestimmt noch einige andere „Lianen“ im „Tarifdschungel“. Allerdings erwarte ich dort überall Fallstricke im Kleingedruckten, beim Service, beim Leistungsumfang oder spätestens beim Vertragswechsel. Die Prepaid-Lösungen (zu CallYa könnte ich meine Rufnummer sogar mitnehmen) sind vielleicht auch nachteilig (z.B. ist mir unklar, ob ich meine Handynummer von dort aus wieder zu einem anderen Anbieter mitnehmen könnte; meiner Ansicht geht das nur von Vertragshandys aus) und kommen so auch nicht in Frage.

Muss ich also bis zum St. Nimmerleinstag bei meinem ungünstigen Vertrag bleiben? Sieht so aus, denn die Kündigungsfristen sind schwer zu ermitteln, immerhin bin ich aus den ersten zwei Jahren Bindung heraus und nun gelten andere. Und ich habe einen „Spezialtarif“, den man nicht einfach wechseln kann, auch nicht innerhalb von Vodafone: erst muss ich einen „Rahmenvertrag“ kündigen, was nur schriftlich geht und nur zusammen mit dem Vertragswechsel, ggf. zu einem anderen Anbieter.

Hallo?!? Wo ist die Machete!?

Also kam mir diese Nachricht ganz zu pass: ca. 3 Euro jeden Monat Grundgebühr, fünf Cent je Minute in alle Fest- und Mobilfunknetze und nur sechs Monate Vertragslaufzeit im O2- oder D1-Netz. Doch das Angebot wird nicht verkauft, sondern „im Lotto vergeben“: Jede Minute werden fünf Rufnummern in drei unterschiedlichen Tarifen (es gibt noch andere Varianten zu 9 Ct die Minute und einen für SMS-Nutzung) ausgelobt. Wer zuerst klickt, mahlt zuerst.

Versucht es auch mal, den Augenblick abzupassen, wann überhaupt mal ein günstiger Tarif offeriert wird und versucht dann auch mal, ihn zu kriegen! Das ist schier unmöglich, weil immer schon jemand zuvor gekommen sein soll. Das ist wohl nur was für, Verzeihung, Arbeitslose und an’s Bett Gefesselte…

Crash Shop

Links läuft die Uhr ab, rechts oben die Liste mit den aktuellen angebotenen Rufnummern und Tarifen (hier alle weg) und unter dem Strich die beim Auflauf der Uhr angebotenen. Alles wartet auf „Crash5“ und klickt und klickt und klickt, wie damals in der Spielhalle zu Ataris besten Zeiten und wie ich kurz vor dem Screenshot. Wieder nichts.

Ist das jetzt was für die Verbraucherschützer, für Eduard Zimmermann („Nepper, Schlepper, Bauernfänger„) oder ein Fall für die Lottoannahmestelle? Ich tippe auf die ersten beiden Möglichkeiten.